Alternative zu Plastiktellern

Weg mit dem Einweggeschirr aus Plastik!

Einweggeschirr aus Plastik ist nicht nur bei privaten Grillfeiern oder Festen beliebt, um lästigen Abwasch zu vermeiden und allen Gästen ausreichend Geschirr zur Verfügung zu stellen, sondern wird auch auf  Veranstaltungen im professionellen Bereich, auf Messen oder für Marketingaktionen gern genutzt. Hinzukommt der vielfältige Einsatz von Einweg-Plastiktellern in der Gastronomie und hier besonders im Take-Away-Bereich.

Doch genau das sind Einsatzbereiche, in denen sich Plastik gut einsparen lässt – alles was es dazu braucht ist die Idee zur richtigen Alternative.

Die nachhaltigste Alternative zu Plastikeinweggeschirr ist natürlich immer noch Mehrweggeschirr. Die Einweg-Alternativen zu Plastik sind noch nicht perfekt. Wenn es doch mal Einweg sein muss finden Sie hier alle Vor- und Nachteile der Alternativen im Überblick: 


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Teller aus Palmblättern

Teller aus Palmblättern

Palmblätter sind ein Abfallprodukt der Palmölproduktion - sie zu etwas nutzbarem weiterzuverarbeiten ist also durchaus eine gute Idee. Die Blätter werden eingeweicht und in Form gepresst. Unter bestimmten Bedingungen sind sie außerdem biologisch abbaubar. Der Nachteil: Auch manchen Tellern oder Schüsseln aus Palmblättern wird ein gewisser Anteil Kunststoff hinzugefügt, um ausreichend Stabilität zu gewährleisten. Deshalb sollte in den einzelnen Produktbeschreibungen darauf geachtet werden, dass die Produkte eindeutig als frei von Plastiken und chemischen Zusätzen deklariert sind.
  • wasserfest und für fettige Speisen geeignet
  • Unter bestimmten Bedingungen biologisch abbaubar
  • Geschmacksneutral
  • (Meist) mikrowellengeeignet
  • weite Transportstrecken der Palmblätter nach Deutschland
  • Anbau der Palmpflanzen meist unter ökologisch bedenklichen Bedingungen
Bambusgeschirr

Bambusgeschirr

Bei Bambus ist Vorsicht geboten, denn obwohl aus Bambus in der Tat nachhaltige Produkte gefertigt werden können, gibt es auch Produkte aus Bambus, die dem Plastikproblem nicht effektiv begegnen - zum Beispiel wenn sie mit Plastik und anderen Chemikalien versetzt sind. Es gibt eine Menge Bambusgeschirr, das zum Teil aus zerriebenem Bambus besteht, darüber hinaus aber eben auch aus Chemikalien wie zum Beispiel Melamin. Melamin kann besonders wenn es erhitzt wird, gesundheitsschädliche Stoffe in die Lebensmittel abgeben. Auch hier ist bei der Produktwahl also Vorsicht geboten.
  • Produkte aus reinem Bambus sind sinnvolle Alternative zu Plastik
  • Schnell nachwachsender Rohstoff
  • Mit Melamin und anderen Stoffen versetzte Bambusprodukte sind keine sinnvolle Alternative zu Plastikgeschirr
  • weiter Transportweg des Rohstoffs Bambus
Geschirr aus Bagasse/Zuckerrohr

Geschirr aus Bagasse/Zuckerrohr

Bagasse ist ein Beiprodukt, das bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrohr gewonnen wird. Es sind die getrockneten faserigen Teile der Pflanze, die nach der Gewinnung des Zuckers übrigbleiben. In Form gepresst lassen sich hieraus Teller, Schüsseln oder Take-Away-Boxen formen. So lange die Produkte frei von chemischen Zusätzen und Plastik sind, sind sie eine brauchbare Alternative zu Plastik. Bisher verzichten allerdings nur wenige Hersteller auf den Zusatz von Chemikalien.
  • Biologisch abbaubar
  • Aufwertung eines Abfallprodukts der Zuckerrohrproduktion
  • Geschmacksneutral
  • Wasserfest und für fettige Spesen geeignet
  • weite Transportwege der Rohstoffe
Geschirr aus PLA

Geschirr aus PLA

Wie nachhaltig und umweltfreundlich PLA ist, ist umstritten. Die Kompostierbarkeit ist nur unter bestimmten Bedingungen gewährleistet, die zumindest in deutschen Kompostieranlagen nicht gegeben sind. Außerdem kommen die Rohstoffe für die Produktion nicht aus nachhaltiger Landwirtschaft. Das Bioplastik PLA hat nur eine bedingt bessere Umweltbilanz als herkömmliches Plastik und löst im aktuellen System das Müllproblem nicht nachhaltig.
  • Wasserfest und für fettige Speisen geeignet
  • mikrowellengeeignet
  • unter bestimmten Bedingungen biologisch abbaubar
  • Nicht unbedingt frei von Plastik und anderen Chemikalien
  • Nicht immer biologisch abbaubar
  • Rohstoffe meist aus ökologisch bedenklichem Anbau
Unbeschichtetes Pappgeschirr

Unbeschichtetes Pappgeschirr

Teller oder Schüsseln aus Papier werden meist beschichtet, um wasserfest und fettbeständig zu werden. Beschichtetes Pappgeschirr ist jedoch keine sinnvolle Alternative zu Plastik. Besser sind unbeschichtete Produkte, die zudem entweder das FSC-Siegel tragen oder aus Recyclingmaterial bestehen sollten. Der Nachteil: unbeschichtete Papierprodukte sind etwas weniger stabil.
  • Aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Kostengünstig
  • recyclebar
  • Weniger wasserfest und fettbeständig
Essbares Geschirr

Essbares Geschirr

Die wohl nachhaltigste Variante von Einweggeschirr sind Teller und Schüsseln, die einfach mitgegessen werden können. Solches Geschirr wird zum Beispiel aus einer Mischung aus Roggenmehl und Wasser hergestellt. Es kann entweder einfach gegessen werden oder im Biomüll entsorgt werden - hier baut es sich nach kürzester Zeit selbst ab!
  • Biologisch abbaubar
  • Aus regionalen Ressourcen herstellbar
  • Verursacht keinen Müll
  • heiße, flüssige oder fettige Speisen können nur für relativ kurze Zeit in dem Material gehalten werden bevor es beginnt aufzuweichen
Bildquellen: © Andrea © PhotoSG © gamjai © coprid © Birgit Reitz-Hofmann © Andrea © rdnzl - Fotolia.com