Willkommen bei Plastikalternative.de !

Plastikprodukte mit Ideen, Infos & Inspiration durch plastikfreie Alternativen ersetzen

  • Informationen

    Lernen Sie den Lebensweg einer Plastikflasche kennen, erfahren Sie welche Risiken Plastik für Mensch und Umwelt birgt und lesen Sie gleichzeitig warum Plastik heute so unfassbar wichtig ist.

  • Alternativen

    Erfahren Sie hier alles zu den aktuellen Alternativen von Plastik. Wie kann es vermieden werden, welche alternativen Produkte gibt es und was halten die Versprechen von Bioplastik?

  • Ratgeber

    Sie wollen auf Plastik verzichten und brauchen etwas Inspiration? Hier finden Sie Arten und Wege auf Messen, in der Hotellerie oder in der Gastronomie auf Plastik zu verzichten.

  • Blog

    Interviews, News und Facts zu Plastik finden Sie ständig neu in unserem Blog. So bleiben Sie ganz einfach up-to-date und finden eine Menge Inspiration für plastikfreie Alternativen in verschiedensten Bereichen!

Das ist die Plastikalternative:

Hi ! Wir haben zwei gute Nachrichten:

  1. Wir sind online!
  2. Wir haben eine Mission – und die ist ganz schön wichtig!

Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass weniger Plastikmüll in unsere Umwelt gelangt. Dafür haben wir die Seite Plastikalternative ins Leben gerufen. Hier findet man alle wichtigen Infos rund ums Thema Plastik und vor allen Dingen Möglichkeiten und Wege wie man Plastik vermeiden kann  – und das auch und vor allen Dingen im professionellen Bereich. Plastik im Privatbereich zu vermeiden ist wichtig und je mehr Menschen sich darum bemühen, desto besser. Doch ein großer Anteil des Plastikmülls, der weltweit jedes Jahr auf Deponien, in Flüssen, Seen oder im Meer landet, wird im professionellen Bereich erzeugt – also in der Gastronomie, der Hotellerie, auf Events und Messen und jeden Tag im plastikreichen Büroalltag.

Wie man Plastik vor allen Dingen in diesen Bereichen vermeiden kann, lesen Sie ab jetzt bei Plastikalternative.de!

Wir sind noch jung, aber ab jetzt können Sie uns beim wachsen zuschauen – in Zukunft finden Sie hier alle möglichen Infos zu Plastik, erhalten Fragen auf Antworten, die Sie sich schon länger gestellt haben, lesen inspirierende Interviews und erfahren welche Alternativen es zu den Plastikprodukten gibt, die zurzeit noch omnipräsent sind.

Viel Spaß und spannendes Stöbern auf Plastikalternative.de!

Die neuesten Beiträge

Eine Einleitung in unsere Plastikalternative

Seit Beginn der industriellen Kunststoffproduktion steigen die weltweit produzierten Mengen von Plastik an. Von etwa 1,5 Millionen Tonnen, die im Jahr 1950 hergestellt wurden, kletterte die weltweite Produktionsmenge für das Jahr 2016 bereits auf 335 Millionen Tonnen. Etwa neun Milliarden Tonnen wurden insgesamt bisher produziert. Forscher gehen davon aus, dass gerade einmal 9 Prozent dieser Menge jemals recycelt wurden.

Die Bilder von Plastikmüll im Meer, Kindern die auf riesigen Müllhalden arbeiten und Tieren, die qualvoll an ihren mit Plastik verstopften Mägen verenden, gehen um die Welt. Wie kann gegen diese Müllflut vorgegangen werden?

plastikmuellhalden

Woher kommt all das Plastik im Meer

Deutschland hat ein funktionierendes Abfallsystem. Regelmäßig fährt die Müllabfuhr durch Städte und Ortschaften und sammelt den feinsäuberlich getrennten Müll ein, um ihn entweder der Reycyclinganglage, dem Kompost oder der Verbrennungsanlage zuzuführen. Dass Deutschland also etwas für den Müll im Meer kann, ist eher unwahrscheinlich – oder? So einfach ist die Rechnung leider nicht.

Im Gegenteil. Deutschland gehört im EU-Vergleich zu den Ländern, die am meisten Plastikmüll produzieren – 37 Kilogramm Kunststoffverpackungsabfall wurden 2015 allein pro Einwohner produziert. Damit belegte Deutschland Rang 4 in der EU. Wie viel davon tatsächlich recycelt wird, ist unklar. Sicher ist nur, dass die etwa 80 Prozent, mit denen sich gern gerühmt wird, nicht stimmen können. Denn als recycelt gilt die Menge, die an den Recyclingstationen abgeliefert wird. Was danach mit dem Müll passiert, wird in die offiziellen Statistiken nicht mit eingerechnet. Kritiker gehen davon aus, dass sich die tatsächlich recycelte Menge eher zwischen Werten von 30 bis 40 Prozent bewegt – vieles wird einfach verbrannt.

plastikmeer

Dennoch: es stimmt, dass das meiste Plastik nicht direkt aus Deutschland ins Meer gelangt. Hauptverantwortlich hierfür sind asiatische Länder. Doch auf indirektem Wege, trägt Deutschland auch hierzu bei. Als 4.größter Müllexporteur, gelangt Deutschlands Müll massenweise nach Asien, um dort verbrannt oder aufbereitet zu werden. Was wirklich mit dem Müll geschieht, sobald er an seinem Ziel angekommen ist, ist nicht nachweisbar – es ist davon auszugehen, dass ein beachtlicher Teil im Meer entsorgt wird.

Gefahren für Umwelt und Gesundheit

Wie viel Müll in Deutschland genutzt wird, wirkt sich also durchaus auf die globale Umwelt aus. Und die leidet. Nicht nur im Meer, auch in Flusssystemen, Binnengewässern (also zum Beispiel Seen), in der Luft und im Boden reichert sich Plastik an. Dass Tiere daran leiden, die das Plastik mit der Nahrung aufnehmen, zeigen inzwischen nicht nur Studien, sondern auch diverse Videos und Bilder im Netz, auf eindrückliche Weise. Wie sich Plastik darüber hinaus auf die Umweltfunktionen auswirkt, ist noch unklar. Ebenso, was Plastik für die Gesundheit des Menschen bedeutet. Inzwischen wurden Weichmacher, die sich aus Plastik lösen können, im menschlichen Blut nachgewiesen. Erst kürzlich fanden österreichische Wissenschaftler Plastik im menschlichen Stuhl.

Mikroplastik

Eine besondere Rolle spielt hierbei Mikroplastik. Was das genau ist, darüber streiten die Forscher noch. Eine allgemeingültige Größenabgrenzung gibt es noch nicht. Einig sind sich aber alle, dass es sich um winzig kleine Plastikfragmente handelt, die ein weitaus größeres Problem darstellen könnten, als größere Plastikteile, also Makroplastik. Mikroplastik entsteht beispielsweise durch den Reifenabrieb im Straßenverkehr, durch Kunstfasern, die sich beim Waschen aus der Kleidung lösen oder durch Abrieb von Schuhsohlen. In einigen Kosmetikprodukten, zum Beispiel in Zahnpasten oder Peelings, sind die kleinen Teilchen vorhanden. Über die Luft oder das Abwasser gelangen sie in die Umwelt.

mikroplastik

Auch im Meer schwimmt eine beachtliche Menge Mikroplastik. Es gelangt entweder aus den eben genannten Quellen ins Meer, oder entsteht durch die Zersetzung von großen Plastikstücken.

Menschen können Mikroplastik aus der Luft einatmen. Wie es in die Nahrung gelangt, ist noch unklar. Und vor allem zu den gesundheitlichen Folgen, laufen die Forschungen gerade erst an.

Was kann getan werden?

Es muss aber etwas getan werden, bevor die ersten Forschungsergebnisse hierzu vorliegen. Die wichtigste Maßnahme: Der Gebrauch von Plastik muss maßgeblich verringert werden. Am einfachsten gelingt dies bei Luxusartikeln, die nicht wirklich notwendig sind – also zum Beispiel Coffeetogo-Becher, Luftballons oder Strohhalme. Aber auch darüber hinaus muss eine Einsicht geschaffen werden, dass der übermäßige Plastikkonsum nicht weiter möglich ist.

Einige Plastikprodukte können durch andere Stoffe ersetzt werden. Die EU hat erst vor Kurzem beschlossen, dass folgende Artikel nicht mehr aus Plastik verkauft werden dürfen:

  • Trinkhalme
  • Besteck
  • Teller
  • Luftballonstäbe
  • Rührstäbchen für Heißgetränke
  • dünne Plastiktüten
  • Wattestäbchen
  • Getränkeverpackungen aus erweitertem Polystyrol
  • so genanntes „oxo-abbaubares Plastik“ – ein Material mit Metallbeimischung

Sie sollen durch kunststoffähnliche Einmalvarianten oder wenn möglich durch Mehrwegalternativen ersetzt werden. Einwegvarianten aus Bagasse oder Bioplastik können eine Übergangslösung für Unternehmen darstellen. Doch auch hier muss klar sein, dass Einweg immer mit einem enormen Energie- und Ressourcenverbrauch einhergeht. Deshalb kann nur ein Ende des übermäßigen Konsums von Einwegartikeln und der achtlosen Wegwerfkultur eine Lösung des Problems darstellen.

Plastikalternative.de zeigt welche Alternativen es zu herkömmlichem Plastik aktuell gibt und wie gängige Produkte ersetzt werden können. Langfristig können aber nur ein Verzicht auf diverse Produkte und die Nutzung von Mehrwegalternativen, eine nachhaltige Lösung sein.

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