Zeichen & Symbole auf Plastikverpackungen

Kleines Zeichenlexikon

Zeichen und Symbole auf Plastikverpackungen können dem Verbraucher dabei helfen die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Dafür muss man aber wissen was die einzelnen Zeichen bedeuten. Und das ist oftmals schwierig zu behalten.

In diesem Zeichenlexikon sind ein paar der wichtigsten Symbole mit ihren Bedeutungen zusammengefasst. Was gehört in die Gelbe Tonne und was in den Pfandautomaten? Und was geschieht mit meiner Flasche, nachdem ich sie in den Pfandautomaten gesteckt habe? Wird sie recycelt oder direkt wiederverwendet?

Die Recyclingcodes, die in dem kleinen Lexikon vorkommen, dienen hauptsächlich den Recycling-Unternehmen als Hinweise, können aber auch für die Verbraucher interessant sein. Die einzelnen Zeichen geben Auskunft darüber, ob beispielsweise das gesundheitsschädliche Bisphenol A in den Produkten enthalten ist.

Die Kennzeichnung der Produkte mit einem Recyclingcode ist freiwillig. Ein ungekennzeichnetes Produkt sollte aber zunächst ein Mal Misstrauen erwecken. Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich in gekennzeichneten Produkten ebenfalls gesundheitsschädliche Stoffe befinden können, sind diese doch immerhin nach geltenden Standards produziert. Ungekennzeichnete Produkte entsprechen nicht unbedingt den geltenden Standards.

Kleines Zeichenlexikon

Einweg

Das bekannte Zeichen mit der Dose und der Flasche auf dem geschwungenen Pfeil sagt aus, dass es sich bei dem Produkt um ein Einwegprodukt handelt.

Bei Plastikflaschen bedeutet das, dass sie zwar in den Pfandautomaten gehören, danach allerdings nicht wiederverwendet, sondern entweder aufbereitet und in ein anderes Produkt umgewandelt oder aber verbrannt werden. Dadurch wird zwar dafür gesorgt, dass der Abfall nicht in unsere Umwelt gelangt, das Recycling ist jedoch mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Besser sind Mehrwegprodukte, die nur gesäubert und dann erneut genutzt werden.
Mehrweg

Mehrwegprodukte haben kein einheitliches Zeichen - individuell kenntlich gemacht sind sie dennoch in den meisten Fällen. Das Bild auf der linken Seite zeigt ein Beispiel.

Mehrwegprodukte werden nicht eingeschmolzen und in neue Produkte umgewandelt, was stets mit einem hohen Energieaufwand verbunden ist. Stattdessen werden sie gesäubert und wiederverwendet - eine umweltfreundliche Alternative zu Einwegprodukten!
Der Grüne Punkt

Der Grüne Punkt auf einer Flasche bedeutet, dass das Produkt in der Gelben Tonne entsorgt werden kann. Die "Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH" sorgt dafür, dass Produkte, die entsprechend gekennzeichnet werden, ordnungsgemäß gesammelt, sortiert und verwertet werden. Richtig getrennt, können Grüne Punkt Produkte wieder zu Kunststoffgranulat verarbeitet werden, aus denen neue Produkte entstehen.

Im Gegensatz zu Produkten, die mit dem Einwegkennzeichen gekennzeichnet sind, gibt es auf Produkte mit dem Grünen Punkt keinen Pfand.
Recycling

Dieses Zeichen ist das allgemeine Recyclingzeichen. Es sieht dem Grünen Punkt recht ähnlich, hat aber eine andere Bedeutung. Es sagt einfach aus, dass das Produkt recycelt werden kann.

Produkte mit Recyclingcode gehören in den meisten Fällen nicht in die Gelbe Tonne. Wenn sie in die Gelbe Tonne gehören, muss der Grüne Punkt ebenfalls auf dem Produkt abgedruckt sein.

Das Recyclingzeichen wird eigentlich immer in Verbindung mit einer Nummer oder einem Code abgedruckt, die die Bedeutung spezifizieren. Diese Bedeutungen werden in den folgenden Spalten erklärt.
Polyethylenterephthalat (PET)

PET kommt vor in: Polyesterfasern, Folien, Flaschen, Lebensmittelverpackungen

Bei hohen Temperaturen können sich unter Umständen gesundheitsschädliche Stoffe lösen und in die Lebensmittel übergehen. Bisher sind nicht alle dieser Stoffe erforscht und demnach auch nicht in ihrer genauen Wirkung bekannt.

PET enthält kein Bisphenol A, das wegen seiner hormonartigen Wirkung im Verdacht steht gesundheitsschädigend zu wirken. Dafür kann es aber Weichmacher enthalten, die ebenfalls eine hormonartige Wirkung im menschlichen Körper hervorrufen können.
Polytethylen High Density

Polyethylen ist ein thermoplastischer Stoff, kann also unter bestimmten Temperaturen verformt werden. Sein vergleichsweise niedriger Preis trägt dazu bei, dass es mit rund 30% Anteil der meist verwendete Kunststoff ist. Er ist gegen Säuren, Laugen, Öle und Fette sehr beständig und eignet sich somit als Behältnis für unterschiedliche Substanzen - auch im Non Food-Bereich.

Polyethylen kann östrogenartige Stoffe enthalten, die unter Umständen gesundheitsschädlich sein könnten. Die Wirkungen werden hier bisher aber sehr gering eingeschätzt.
PVC - Polyvinylchlorid

PVC hat ein sehr breites Einsatzgebiet, vor allem im Non Food-Bereich.

Es ist in seiner Ausgangsform hart und spröde, kann aber durch Weichmacher elastisch gemacht werden. Gerade der Einsatz von Weichmachern ist gesundheitlich jedoch bedenklich.
Polyethylen Low-Density

Polyethylen kann durch verschiedene Produktionsweisen mit einer hohen Dichte (Siehe Recyclingcode 2) oder einer niedrigen Dichte hergestellt werden.

Polyethylen mit niedriger Dichte wird vor allen Dingen für Lebensmittelverpackungen in der Art von Frischhaltefolie oder aber zur Innenbeschichtung von Milchkartons verwendet.
Polypropylen

Polypropylen ist Polyethylen ähnlich, aber fester und hält höhere Temperaturen aus. Es gehört zu den am meisten verwendeten Kunststoffen bei Lebensmittelverpackungen. Es enthält in der Regel keine Weichmacher - es sei denn es wird als Verpackung für Tiefkühlwahre genutzt. Unter 0° Celsius wird es sonst spröde.

Aufgrund des seltenen Einsatzes von Weichmachern, gilt Polypropylen gemeinhin als gesundheitlich relativ unbedenkliches Plastik.
Polystyrol

Polystyrol wird hauptsächlich für Einwegtrinkbecher, Deckel mit Ausguss für Kaffeebecher oder Einmalbesteck verwendet. Aufgeschäumt ist es auch unter dem Namen Styropor bekannt. In dieser Form wird es zum Beispiel für Take-Away-Verpackungen in Restaurants genutzt.

Aus dem Kunststoff kann sich der vermutlich gesundheitsschädigende Stoff Styrol lösen.
Recyclingcode 7

Der Recyclingcode 7 steht für „andere“ Kunststoffe als die bisher genannten. Hierunter fallen Polycarbonat und Polyamide.

Polycarbonat ist ein harter, sehr stabiler Kunststoff. Er enthält Bisphenol A, das für seine hormonartige Wirkung bekannt ist. Deshalb wird Polycarbonat heute seltener verwendet, zum Beispiel aber noch in Wasserspendern und Trinkflaschen.

Polyamide sind Polymere. Ein bekanntes Polyamid ist Nylon. Wie Nylon sind auch andere Polyamide fest, aber dennoch zäh und deshalb auf verschiedene Weisen nutzbar. Im Lebensmittelbereich werden sie zum Beispiel als Folienverpackung, Wurstpellen oder als Mittelschicht in PET-Flaschen verwendet.

Der Recyclingcode 7 steht aber auch für Bioplastik. Meist wird dieses aber noch mal zusätzlich gekennzeichnet.

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