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Nachhaltige Mobilfunkbranche: Wie Telekommunikationsunternehmen zum Umweltschutz beitragen

2. November 2023 | Nachhaltige Technologien

Umweltschutz bedeutet für viele erst einmal weg von Papier und hin zu digitalen Anwendungen. So langsam setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass auch Hard- und Software mehr oder weniger umweltschonend sein können. Wie sieht das in der Mobilfunkbranche aus? Können Telekommunikationsunternehmen Umweltschutz?

Tatsächlich lernen sie es gerade. Die großen Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica arbeiten schon seit einiger Zeit ausschließlich mit Ökostrom und versuchen, nach und nach CO2-neutral zu werden. Das ist ein guter Ansatz. Für Endverbraucher und -verbraucherinnen aber fast noch wichtiger ist ein anderes Problem: Was ist mit dem vielen Kunststoff in alten Handys, den Rohstoffen, die in Smartphones verbaut werden, und dem vielen Plastik, mit dem die SIM-Karten daherkommen?

eSIM statt Kunststoffkarte

Edeka smart geht einen neuen Weg. Wie viele Discounter und Lebensmittelmärkte hat auch Edeka Handy-Tarife im Sortiment. Die eSIM soll Kunststoffabfälle vermeiden und Ressourcen schonen. Anstelle einer wechselbaren Kunststoffkarte ist die eSIM ein fest verbauter Computerchip. Das soll nicht nur für die Umwelt besser sein, sondern auch die Nerven der Kunden und Kundinnen schonen, die nicht mehr winzige SIM-Karten aus schwer zugänglichen Halterungen friemeln müssen. Der Chip ist von außen programmierbar.

Wie groß ist der Impact?

Tatsächlich sind die Bemühungen der drei großen Anbieter mit ihren hohen Kundenzahlen sehr viel wirksamer als das, was kleinere Anbieter leisten können. Schließlich verantworten sie die Infrastruktur der Kommunikation ganz alleine. Wie viel es bewegt, wenn ein einzelner Mensch den Handy-Tarif wechselt, kann man konkret aber nicht belegen. Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter oder zu einer nachhaltig arbeitenden Bank macht sicherlich mehr aus.

Es wäre trotzdem falsch, aus diesem Grund auf den Wechsel zu einem nachhaltigen Mobilfunktarif zu verzichten. Denn nachhaltige Mobilfunkanbieter sind derzeit Vorreiter und Vorbilder. Sie zeigen, wie auch in der Mobilfunkbranche eine Transformation zum nachhaltigen Wirtschaften funktionieren kann. Das sind einige Optionen, die auf dem Weg zu nachhaltigem, sozialverträglichem Mobilfunk eine gute Option sein könnten:

  • Wetell: Schon seit der Gründung setzt der Anbieter auf Nachhaltigkeit und Datenschutz. Hier kommen zwei wichtige Themen zusammen.
  • Goood: Seit 2016 in München tätig, spendet Goood einen Teil der Einnahmen für Umweltschutz, Tierschutz und soziale Projekte. Kunden und Kundinnen wählen jeweils eines aus 250.
  • EDEKA smart: Keine Plastik-SIM mehr, stattdessen ein fest verbauter, von außen steuerbarer Chip – das vermeidet Abfälle.

Ansatzpunkt Hardware

Ausgediente Handys im Müll: Ein Anblick, der durch verantwortungsvolle Nutzung und Recycling vermieden werden kann, um den ökologischen Fußabdruck der Mobilfunkindustrie zu verringern.

Wer sein Smartphone nicht alle zwei bis vier Jahre wechselt, sondern länger nutzt und im Anschluss spendet oder als gebrauchtes Gerät an einen entsprechenden Anbieter für die Aufbereitung weiterreicht, tut schon sehr viel für den Umweltschutz. Denn tatsächlich sind Smartphones in der Entwicklung und Herstellung, aber auch in der Entsorgung echte Umweltferkel. Es gibt zahlreiche Anbieter, die ohne Vertragsbindung und damit jederzeit kündbar SIM-only Verträge anbieten. Das bedeutet: Man nutzt as alte Smartphone weiter, setzt nur eine neue Karte ein.

Im August 2023 kam zudem das neue Fairphone 5 auf den Markt. Je nach Prioritäten kann das Gerät durchaus interessant sein. Und den Vergleich mit dem iPhone SE 2024 muss das fair produzierte Smartphone nicht scheuen. Höhere Pixeldichte und größeres Display sind durchaus Argumente für das Gerät, das 5G-fähig ist.

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