Plastikfreies Büro – Schreibwaren und Veranstaltungen ohne Plastik

Weniger Plastik im Büro

Im Büro begegnet uns eine Menge Plastik. Angefangen mit den großen Dingen wie der Tastatur des Computers, den Armlehnen des Bürostuhls, der Verkleidung des Druckers etc., bei denen uns schon gar nicht mehr wirklich auffällt, dass sie aus Kunststoff hergestellt sind. Bis hin zu all den kleinen Dingen wie Kugelschreiber und Textmarker, Schnellhefter oder den kleinen Päckchen Kondensmilch in der Kaffeeküche, die zusammengerechnet im Jahr eine Menge Plastikabfall verursachen. Eine Schätzung des Fraunhofer Instituts geht zum Beispiel davon aus, dass jedes Jahr 60.000 Tonnen Kunststoff eingespart werden könnten, wenn in Büros nur noch Stifte aus Recycling-Material benutzt würden. Das ist natürlich nicht alles direkt Abfall, aber um die Plastikmüllproblematik zu lösen, muss eben bereits in der Herstellung gespart werden. Wo Sie also ansetzen können, um in Ihrem Büro weniger Plastikabfälle zu verursachen, lesen Sie hier!

Schreibwaren ohne Plastik

Schreibwaren bestehen heute oft zumindest teilweise aus Kunststoff. Ein Blick über den Schreibtisch entlarvt Kugelschreiber, Textmarker, Radiergummis und Schnellhefter. Diese Dinge sind ganz einfach durch plastikfreie Alternativen oder zumindest Alternativen mit weniger Plastik zu ersetzen. Textmarker beispielsweise gibt es auch zum Nachfüllen. Diese Modelle müssen nicht sofort weggeworfen werden sobald die Farbe leer ist. Genauso funktioniert es mit Kugelschreibern. Nutzen Sie keine Einwegkugelschreiber, bei denen die Miene nicht gewechselt werden kann, sondern setzen sie stattdessen auf mehrfach wiederbefüllbare Alternativen ohne Plastikgehäuse. Die herkömmlichen Plastikschnellhefter können durch die meist günstigeren Alternativen aus Pappe ersetzt werden und der Radiergummi aus Kunststoff radiert genauso gut, wenn er aus Naturkautschuk hergestellt ist.

Mittagspausen ohne Plastik

Die Mittagspausen plastikfrei zu gestalten ist da schon eine größere Herausforderung. Wenn es keine Kantine gibt und die Mitarbeiter sich ihr Essen nicht von zu Hause mitbringen, dann geht es gern zum Bäcker, zur Falafelbude oder zum Asiaten gegenüber. Dort auf Plastik zu verzichten, ist schwierig. Sie können Ihre Mitarbeiter aber motivieren, zumindest das Plastikbesteck abzulehnen und stattdessen das Mehrwegbesteck aus der Büroküche zu verwenden. Wenn Sie einen Schritt weitergehen möchten, können Sie Ihren Mitarbeitern auch einen Korb sauberer Jutebeutel zur Verfügung stellen, in denen der kleine Einkauf oder das schnelle Mittagessen transportiert werden kann, ohne dass eine Plastiktüte anfällt. Denkbar wären auch Mehrwegkaffeebecher, in denen sich Ihre Mitarbeiter einen Kaffee außer Haus holen können. In den meisten Gastronomiebetrieben ist es inzwischen möglich, dass der Kaffee in mitgebrachte Behältnisse anstatt in den Pappbecher gefüllt wird. Und Mehrwegkaffeebecher gibt es inzwischen in den verschiedensten, stylischen Varianten.

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern Getränke zur Verfügung stellen, nutzen Sie keine Einwegflaschen. Diese brauchen eine Menge Energie und Rohstoffe und können – unabhängig davon, ob sie in den Pfandautomaten kommen oder nicht – nicht noch einmal verwendet werden. Besser sind hier auf jeden Fall direkt Glasflaschen. In Deutschland kann man aber auch bedenkenlos Leitungswasser trinken und dazu zum Beispiel einen Wasseraufsprudler in die Küche stellen.

Wenn nach der Mittagspause doch Müll anfällt, stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter ihn in den richtigen Recyclingmülleimern entsorgen können. Mülltrennung wird in Deutschland großgeschrieben, doch außerhalb der eigenen vier Wände gibt es oft gar nicht die Möglichkeit dazu. Hinzu kommt, dass viele gar nicht genau wissen, worauf bei der Mülltrennung zu achten ist. Ein paar einfache Infozettel können dabei helfen, richtig zu trennen. Wichtig: Plastikmülltüten gehören nur in den Restmülleimer.

Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen, sei es die eigene Firmenfeier oder aber ein Service für Externe, fällt es besonders schwer auf Plastik zu verzichten – schließlich möchte man etwas Besonderes bieten und das ist gerade in Bezug auf Essen und Trinken häufig mit Plastikverpackungen verbunden. Egal wie chic eine Einwegflasche aussehen mag, setzen Sie auf Mehrweg. Glasflaschen wirken in jedem Fall wertiger und leisten der Umwelt einen besseren Dienst als Plastik. Wenn Sie Kekse und andere kleine Snacks bereitstellen, versuchen Sie Produkte zu vermeiden, die in Plastik verpackt waren. Ebenfalls gut vermeiden lassen sich einzeln eingepackte Teebeutel. Losen Tee auf einer Veranstaltung anzubieten, ist meist eher schwierig, dennoch muss nicht jeder Beutel noch einmal einzeln verpackt sein.

Zu den Getränken sollten Sie keine Plastikstrohhalme anbieten. Hier gibt es deutlich bessere Alternativen. Entweder Sie setzen auf schicke Mehrwegprodukte aus Edelstahl oder Glas oder Sie kehren zu den Ursprüngen zurück und kaufen tatsächliche „Stroh“halme. Diese werden zum Beispiel aus den Halmen von Roggen gemacht und werden bei Ihren Gästen auf jeden Fall für Aufmerksamkeit sorgen. Wenn Sie dann noch mit der Nachhaltigkeitskarte auftrumpfen können, haben Sie das Wohlwollen Ihrer Gäste mit Sicherheit auf Ihrer Seite – und das ganz ohne bunte Plastikprodukte.

Als Geschirr bietet es sich natürlich an, normales Keramikgedeck zu nutzen. Wenn Sie davon nicht ausreichend zur Verfügung haben, setzen Sie auf Einmalgeschirr aus Plastikalternativen wie Bambus.

rauchfreiUnd zuletzt ist es noch wichtig, Aschenbecher zur Verfügung zu stellen. Zigarettenstummel sind eines der am häufigsten in unseren Meeren vorkommenden Abfallprodukte. Damit diese nicht in die Umwelt gelangen, sollten für die Raucher stets genügend Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden sein.

Die Liste an Möglichkeiten zur Vermeidung von Plastik ist lang. Dass man nicht von heute auf morgen alles ändern kann, ist aber auch klar. Gehen Sie deshalb einfach mal mit offenen Augen durch Ihren Betrieb, entdecken Sie, wo Sie einen Anfang zur Plastikvermeidung machen könnten und versuchen Sie auch Kollegen und Mitarbeiter zu motivieren. Schritt für Schritt wird es Ihnen so mit Sicherheit gelingen, weniger Plastik zu verbrauchen!

Alle Plastikprodukte und ihre Alternativen im Überblick:

Einwegkugelschreiber und -textmarkernachfüllbare Alternativen ohne Plastikgehäuse
Schnellhefter aus PlastikSchnellhefter aus Pappe
Radiergummi aus KunststoffRadiergummi aus Kautschuk
Plastikbesteck in der MittagspauseMehrwegbesteck
PlastiktütenStoffbeutel
Coffee-to-go-Becherselbst mitgebrachter Thermosbecher
EinwegflaschenGlasflaschen
KaffeekapselnPads oder Bohnen
einzeln verpackte Teebeutelloser Tee
Plastikstrohhalme auf VeranstaltungenStrohhalme aus Papier, Stroh oder Edelstahl
Zigarettenstummel-

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