Plastikmüll-im-Wasser

Alternative Plastiktüte

Alternativen zur Plastiktüte

Dass wir unseren Einkauf nicht in Plastiktüten nach Hause tragen sollten, die Takeaway-Box nicht nochmal extra in einer Tragetüte stecken muss und der neue Pulli genau so gut in die mitgebrachte Einkaufstasche statt in die Plastiktüte gesteckt werden kann – das hat inzwischen fast jeder verstanden. Und das ist auch gut so. Plastiktüten benötigen den endlichen Rohstoff Erdöl und eine Menge Energie in der Herstellung – nutzen tun wir sie im Schnitt nur wenige Minuten, dann wird sie zu Abfall, der unter Umständen mehrere hundert Jahre in der Umwelt verbleibt. Doch was sind die Alternativen? Papier? Bioplastik? Oder der gute alte Jutebeutel?


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Papiertüte

Papiertüte

Immer häufiger werden Papiertüten als Alternative zur Plastiktüte angeboten. In dem unschuldigen Ökobraun sehen sie tatsächlich verlockend nachhaltig aus. Ein bisschen sind sie das auch - und wenn man an den Plastikmüll im Ozean denkt, tut man gut daran seinen Einkauf in einer Papiertüte nach Hause zu tragen. Doch optimal sind die Papiertüten nicht. Ihre Herstellung verbraucht enorme Mengen an Energie, Rohstoffen und auch Chemikalien. Um in der Bilanz nachhaltiger zu sein als Plastiktüten, müsste man jede gekaufte Papiertüte mindestens drei Mal benutzen. Genau da liegt jedoch das Problem. Die meisten Modelle sind dafür einfach nicht stabil genug. Das große Plus: Papiertüten bauen sich in der Umwelt - anders als Plastik - ab. Und wenn sie sich nicht mehr eignen, um nochmal mit zum Einkaufen genommen zu werden, kann man sie immer noch als Mülltüte für den Biomüll benutzen.
  • biologisch abbaubar
  • recycelbar
  • weniger stabil
  • hoher Einsatz von Energie, Rohstoffen und Chemikalien
Tüten aus PLA

Tüten aus PLA

Zunehmend werden Tüten aus Biokunststoff angeboten. Dieser wird hauptsächlich aus Maisstärke gewonnen. Was erstmal wirklich nachhaltig klingt, entpuppt sich als schlechteste Variante der Tragetaschen. Der Mais für die Herstellung kommt in den meisten Fällen aus den USA und wird dort unter Einsatz von Pestiziden und Gentechnik gezüchtet. Dann müssen die Tüten noch nach Europa verschifft werden. Dazu kommt, dass man Tüten aus Biokunststoff weder recyceln, noch ausreichend kompostieren kann. Als Mülltüte für den Biomüll eignen sie sich deshalb auch nicht.
  • so stabil wie herkömmliches Plastik
  • Rohstoffe aus nicht-nachhaltigem Anbau
  • nicht kompostierbar
  • nicht recycelbar
Jutebeutel

Jutebeutel

Der gute alte Jutebeutel. Damit kann man nichts falsch machen, oder? Fast. Der Jutebeutel hat zwei entscheidende Vorteile: Erstens ist er äußerst stabil und kann daher unzählige Male genutzt werden, zweitens halten sich Jutebeutel nicht mehrere hundert Jahre wenn sie versehentlich ins Meer gelangen. Aber Jutebeutel haben auch einen entscheidenden Nachteil: Herkömmliche Jutebeutel sind aus Baumwolle gemacht, die unter immensem Wasser- und Pestizideinsatz angebaut wird. Man geht deshalb davon aus, dass ein Jutebeutel etwa 100 Mal genutzt werden muss, damit seine Ökobilanz besser ist, als die einer Plastiktüte. Die gute Nachricht: so stabil wie Jutebeutel sind, ist das eigentlich kein Problem!
  • Stabil und langlebig
  • Recycelbar
  • Hoher Wasser- und Pestizideinsatz in der Produktion
Bildquellen: © resul © Markus Mainka © srckomkrit © M.Dörr & M.Frommherz © Richard Carey - Fotolia.com